• Gegenwartskunst
  • Galerie 1; Galerie 2
Foto: Nicole Bachmann, or what is, 2019.

Fluid Bodies

Nicole Bachmann (CH) | Natascha Schmitten (DE) | Denise Blickhan (DE) | JJ Levine (CA) | Jake Elwes (UK)

So 31.05. | 14:00 Uhr

Ausstellung mit Performance: Fr 15.05.– So 28.06. | Galerie 1 & 2
Vernissage: Do 14.05. | 19:00 Uhr | Foyer

Kuratiert von Heidi Brunnschweiler

Die Ausstellung Fluid Bodies zeigt fünf künstlerische Positionen, die sich in verschiedenen Medien mit aktuellen Fragen um wandelbare und flexible Körper beschäftigen.

Gesellschaftsordnung, Technologie und ökonomische Verhältnisse wirken auf die Art und Weise ein, wie wir Körper bezüglich Aussehen, Verhalten oder Status definieren. Der französische Philosoph Michel Foucault hat die Mechanismen, mit denen diese Faktoren auf unsere Lebensprozesse einwirken, als Biopolitik bezeichnet. Über Jahrhunderte waren Körper in der westlichen Welt auf der Grundlage des Patriarchats einer binären Geschlechternorm und einer Hierarchie hinsichtlich Gender, Klasse und ethnischer Herkunft unterworfen. Seit den 1960er-Jahren findet in den westlichen Gesellschaften ein Liberalisierungsprozess statt, der Frauen, People of Colour und nicht-heteronomen Menschen gleiche Rechte und einen selbstbestimmten Körperausdruck zuspricht. Körper werden durch diese Entwicklungen immer stärker als fluid und flexibel betrachtet.

In den künstlerischen Arbeiten, die in der Ausstellung Fluid Bodies versammelten sind, beschäftigen sich Künstler*innen mit solchen körperlichen Entgrenzungs- und Flexibilisierungserscheinungen und befragen Möglichkeiten und Gefahren.

Im Rahmen des Freiburg Festivals | Bildhauerhalle

Nicole Bachmanns Performance or what is setzt sich mit verbaler und physischer Kommunikation von menschlichen Körpern unter den Bedingungen des neoliberalen Informationskapitalismus auseinander. Stimme und Körperausdruck sind Träger der Kommunikation und unterliegen den aktuellen Machtstrukturen der semiokapitalistischen Konditionierung.

Galerie 1

Die junge Malerin Natascha Schmitten (Köln) beschäftigt sich mit Darstellungsweisen von Körper in der digitalen Bildkultur unter Bedingungen der Malerei. Ihre Bildträger aus Nylon verwandelt sie zu Membranen, auf denen Bewegungskörper dynamisiert wie auf lichttragenden Screens erscheinen. Schmitten erforscht den Körper als fluid und transitorisch in der Malerei. Dadurch findet sie in der Malerei eine Artikulation für die aktuelle Körperdiskussion.

Galerie 2

In ihrem multimedialen Performance-Zyklus MEDUSA geht Denise Blickhan (Weimar), stereotypen Repräsentationen von Frauenkörpern in den Sozialen Medien und der Smart Phone-Kultur nach. In MEDUSA VI z.B. legt sie die normierende Wirkung von traditionellen weiblichen Schönheitsidealen auf Instagram offen und sucht sie zu überwinden.

JJ Levine aus Montreal erforscht in seinen fotografischen Porträts der Queer-Community in Montreal Darstellungsmöglichkeiten von multiplen Identitäten und Geschlecht-Fluidität.
Normative Geschlechtervorstellungen werden destabilisiert und komplexe, variablen Zusammenhänge zwischen sozialem und physischem Geschlecht sowie psychischer Identität artikuliert. In der Serie Family (2018 fortlaufend) porträtiert er Freunde und genderfluide Paare mit Kindern und erweitert die Wahrnehmung von Elternschaft.

Der Londoner Künstler Jake Elwes interessiert sich für den Umgang von künstlicher Intelligenz mit genderfluiden Körpern. Seine webbasierte Arbeit Zizi (2019 ongoing) legt die repressiven Tendenzen moderner Erkennungs- und Überwachungstechnologien offen. Gleichzeitig nutzt er die Fehlleistungen von Künstlicher Intelligenz, um gemorphte Gesichter zu erzeugen, die sich dem Zugriff von Gesichtserkennung entziehen.

Begleitprogramm:

Performance Nicole Bachmann, “or what is”, während des Freiburg Festivals (20.-28.5.2020) | Fotoecke, Bildhauerhalle

Fr 22.05. | Sa 23.05. | So 24.05. | Di 26.05. | Do 28.05. || jew. 17:00 und 19:00 Uhr

Mi 27.05. | 19:00 Uhr

Performance Denise Blickhan, MEDUSA-Zyklus Galerie 2

Sa 16.05. | Sa 13.06. | Sa 20.06. || jew. 18.30 Uhr

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Öffnungszeiten Galerie für Gegenwartskunst im E-WERK:
Do & Fr jew. 17:00-20:00 Uhr | Sa 14:00-20:00 Uhr | So 14:00-18:00 Uhr

Eintritt frei

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