• Ausstellung/Bild. Kunst
  • Galerie I; Galerie II
Lighthouse (It Is Getting Darker), 2017. After Gustavs Klutsis‘ architecture sketches

Gewicht der Geschichte

Zeitgenössische Kunst aus Russland 100 Jahre nach der Oktoberrevolution

So 15.10. | 14:00 Uhr

Chto Delat, St. Petersburg, Moskau, Nizhny Novgorod; Arseny Zhilyaev, Moskau, Voronezh; Mari Bastashevski, St. Petersburg, Lausanne/CH; und Ilya und Emilia Kabakov; Long Island/USA.

Partnerprojekt “100 Jahre russische Revolution, Spurensuche in Deutschland und Europa”
Kuratiert von Heidi Brunnschweiler

Do 12.10.–So 19.11.2017, Ausstellung
Do 12.10.2017, 19.30, Vernissage
So 12.11.2017, 19.30, Performance, Donatas Grudovich, Aktivist Moskau, Saal
So 12.11.2017, 20.00, Film: Isa Willinger, Fort von allen Sonnen (2013), Architektur der russischen Avantgarde, in Kooperation mit dem Architekturforum Freiburg, Saal

Die Vision einer sozial gerechten Gesellschaft und der Anspruch ihrer tatsächlichen Umsetzung zeichnete die russische Revolution von 1917 aus. Beide Ideale haben im Sinne eines mentalitätsgeschichtlichen Kulturtransfers durchs gesamte 20. Jahrhundert in Europa und anderswo bis zu den jüngsten Massenprotesten nachgewirkt. Ging es damals um die Einrichtung einer kommunistischen Lebensform mit proletarischer Kultur und die Kollektivierung von Produktion und Alltag1, wird heute ein selbstbestimmtes und würdiges Leben eingefordert.2
Die Ausstellung Gewicht der Geschichte fragt nach dem Verhältnis von Ideal und Wirklichkeit, von Vision und praktischer Umsetzung. Inwiefern ist diese Frage als Erbe von 1917 noch relevant für russische Gegenwartskünstler? Drei junge Positionen im Dialog über drei Generationen werden vorgestellt.

In ihrer künstlerischen Praxis vereint das Chto-Delat-Kollektiv politische Theorie, Kunst und Aktivismus. Ihr Name erinnert an Lenins Schrift Was tun? (Tschto delat?). Gegründet von Künstlern, Kritikern, Philosophen und Schriftstellern aus Sankt Petersburg, Moskau und Nizhny Novgorod greifen sie in Singspielen Schlüsselmomente der Sowjetzeit auf.
Als Kollektiv erproben sie die kommunistische Utopie einer herrschaftsfreien, klassenlosen Selbstorganisation in der Gegenwart.

Arseny Zhilyaev arbeitet mit raumgreifenden Installationen und baut z.B. Wohnzimmer in französischem Stil aus vorkommunistischer Zeit. Sie wurden für die neue Klasse von Oligarchen, die sich durch die Privatisierung von Staatsbetrieben in den 1990er-Jahren gebildet hat, entworfen. Seine Arbeit thematisiert, wie Ideal und Wirklichkeit von Eigeninteressen beeinflusst werden.

Mari Bastashevski recherchiert in ihren Fotoserien Parallelen im Verhalten von alten und neuen Oligarchen auf dem Gebiet der heutigen Ukraine. Dabei wird deutlich, dass Herrschaftsstrukturen überdauern und Freiheit und soziale Gerechtigkeit ideologische Versprechen bleiben.

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ÖFFNUNGSZEITEN
Do & Fr 17 h – 20 h | Sa 14 h – 20 h | So 14 h – 18 h

EINTRITT frei

  • Interdisziplinär
  • Galerie I

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