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Foto: Marc Doradzillo

Lyrik ist Happening: Carla Niewöhner

feat. SÜDUFER-Chor

Fr 12.04. | 20:30 Uhr

Am Puls des Zeitgeists, am Ursprung der Lyrik: Die Dresdner Reihe „Lyrik ist Happening“ schlägt Funken aus dem Zusammenspiel von neuer Dichtung und Klangkunst, die 2019 auch auf Freiburger Bühnen überspringen. Die Initiatorin der Reihe, Anne Munka, verwebt aktuelle Texte verschiedener Gastautor*innen, Lyrik und Lieder zu performativen literarischen Collagen. Mittendrin steht der SÜDUFER-Chor als singender, sich bewegender und textender Klangkörper. Im Chor singen seit 2016 neue und alte Freiburger*innen aus aller Welt miteinander.

War im Januar die Überschrift von Max Czolleks Buch „Desintegriert euch“ richtungsweisend, wendet sich die Reihe im April dem Thema „Dritte/Vierte/Fünfte Generation Ost“ zu. Literarischer Gast der zweiten Ausgabe am 10. April ist die engagierte Kölner Autorin und Theatermacherin Carla Niewöhner, welche sich in ihren Arbeiten u.a. mit biographischen Themen der Wende- und Nachwendezeit in Ost und West auseinandersetzt.

Es werden eigens für den Abend geschriebene Texte von Carla Niewöhner mit Liedern und Gedichten von Autor*innen wie Marcel Beyer und Manuela Bibrach zu einem poetisch-theatralen Abend verschränkt.

Zur Gastautorin:
Carla Niewöhner studierte Theaterwissenschaft, Germanistik und Italienisch an den Universitäten Leipzig, Turin und Köln mit Abschluss Magister. Nach Hospitanzen und Praktika in Turin, Leipzig und Shanghai war sie feste Regieassistentin am Theater Aachen, am Theater Münster und am Schauspielhaus Bochum. Während dieser Zeit assistierte sie u.a. Roger Vontobel, Jan Klata und David Bösch. Nach ihren ersten Arbeiten wie Konzeption und Umsetzung der Lesereihe Instant Krimi am Theater Aachen sowie diversen Veranstaltungen am Schauspielhaus Bochum (u.a. Fassbinders Acht Stunden sind kein Tag, Blind Date) stellte sie sich 2014 mit David Greigs „Eine Sommernacht“ am Schauspielhaus Bochum dem dortigen Publikum als Regisseurin vor. 2015 erarbeitete sie im Kollektiv „Mir selbst Fremder“ an der studiobühne köln.

Seit 2015 ist sie außerdem auch als Autorin für Fernsehproduktionen tätig. 2016 folgte die Stückentwicklung und Inszenierung von „Die sozialistische Nachtigall“ in Leipzig, eine Ko-Produktion mit die naTo, gefördert von der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen im Rahmen des Projektes Mein Nachbar war/ist Fremder. Im Januar 2017 gewann Carla Niewöhner den Förderpreis des Stückewettbewerbs Lausitzen 2017, verliehen vom Deutsch-Sorbischen Volkstheater Bautzen, dem Staatstheater Cottbus und der Neuen Bühne Senftenberg. Im Anschluss inszenierte sie „Play Moby Dick“ nach dem Roman von Herman Melville am LOFFT in Leipzig. Im März 2018 folgte die Inszenierung von Goethes „Die Mitschuldigen“ am Gerhart-Hauptmann-Theater in Zittau. Danach hat Carla Niewöhner ihr Stück „Das leere Haus“ im Auftrag der Stiftung für das sorbische Volk fertiggestellt. Im März 2019 wurde „Das leere Haus“ am Deutsch-Sorbischen Volkstheater Bautzen uraufgeführt. Zur Zeit ist Carla Niewöhner Artist in Residence am Theater Konstanz.

Mit

Carla Niewöhner, Texte
Munka Klangkollektiv
Anne Munka: Konzeption
Jan F. Kurth: Einstudierung / Chorarrangements / Chorleitung
Demian Kappenstein: Schlagzeug + Elektronik
und dem SÜDUFER-Chor


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