Die Bilderkammer des Bruno Schulz - das letzte Werk eines Genies
Eine mobile Installation von Benjamin Geissler
VERNISSAGE SA 15.09. | 18.00 Uhr | Galerie
BEGRÜSSUNG: Laila Koller, E-WERK Freiburg
EINFÜHRUNG: Benjamin Geissler, Hamburg, im Gespräch auf deutsch via Live-Schaltung nach Lviv/Lemberg mit Jurko Prochasko, Universität Lviv, Juri Andruchowytsch, Schriftsteller und Schulz- Übersetzer, Taras Voznyak, Bruno-Schulz-Verleger, Hans
Christian Heinz, Hilfskomitee der Galiziendeutschen
ÖFFNUNGSZEITEN DO | FR | SA 18.00 - 21.00 Uhr | SO 15.00 - 20.00 Uhr
AUSSTELLUNG BIS 21.10.2012 | Eintritt frei!
Im Bruno Schulz Jahr 2012 erinnert das E-WERK mit der Ausstellung des Hamburger Filmemachers Benjamin Geissler an einen der einflussreichsten und doch kaum bekannten Schriftsteller des 20. Jahrhunderts. Er wurde als Österreicher geboren, lebte als Pole und starb als Jude - Schulz gilt als polnischer Kafka, der mit dem Roman „Die Zimtläden“ nationale Berühmtheit erlangte und später in 39 Sprachen übersetzt wurde. Nachdem die deutsche Armee bis ins polnische Galizien vordrang, musste er ins Drohobyczer Ghetto umsiedeln. Als letzte Arbeit malte er Wandbilder für den SS-Hauptscharführers Felix Landau, der sich als grausamer Mörder bei der Auslöschung des galizischen Judentums betätigte.
Am 19. November 1942 wurde Bruno Schulz auf offener Straße von einem Gestapomann durch zwei Kopfschüsse getötet. An diesem Tag fielen
265 jüdische Drohobyczer Bürger der Willkür der NS-Besatzer zum Opfer.
Obwohl Kunsthistoriker jahrelang nach den Wandbildern des Bruno Schulz suchten, konnten sie die Fresken nicht finden. Erst 2001 entdeckte das Filmteam von Regisseurs Benjamin Geissler sie bei Dreharbeiten zu dem preisgekrönten Dokumentarfilm „Bilder finden“. Zum 120. Geburtstag von Bruno Schulz rekonstruiert Geissler in seiner Installation die Bilderkammer, vom Fund über die verschiedenen Zerstörungen bis hin zur virtuellen Rekonstruktion mit allen bekannten Fragmenten.
Die Ausstellung wird im Zusammenhang mit dem „Tag der deutschen Vielfalt“ am 3. Oktober gezeigt.
Durch die großzügige Unterstützung von Viktor Vekselberg and Andrew Intrater ist es möglich, diese Ausstellung, die zuletzt in der Sammlung Falkenberg der Deichtorhallen in Hamburg zu sehen war und anschließend nach Luemburg weiterreist im E-WERK in Freiburg zu zeigen.
Sponsored by Viktor Vekselberg and Andrew Intrater
Ebenfalls hinweisen möchten wir Sie auf das Begleitprogramm zu Ausstellung:
Begleitprogramm:
Bilder finden - Dokumentarfilm von Benjamin Geissler, Kommunales Kino 13.9. | 19.30 Uhr und 21.10. | 17.30 Uhr
GESPRÄCH zur Ausstellung – zum Thema Gedenkorte – mit Benjamin Geissler, Gernot Erler, MdB, Christiane Walesch-Schneller, ehem. Jüdisches Gemeindehaus Breisach (angefragt), Prof. Robert Traba, Berlin (angefragt) am 28.9. | 20.00 Uhr
HEIMSUCHUNG / NAWIEDZENIE Gastspiel der Theaterakademie München mit 10 polnischen Tänzern 29.9. | 20.00 Uhr
FÜHRUNGEN durch die Ausstellung von Olena Lytvynenko, M.A.
jeweils SO 16.00 Uhr am 30.09. und 21.10.
Führung auf russisch am SO 14.10. um 18.00 Uhr
Führungen für Schulklassen mit Anmeldung.
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