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Foto:Lena Kiepenheuer

20 Jahre Holst-Sinfonietta

La notte italiana

Di 12.04. | 20:00 Uhr

Jubiläumskonzert 1

Luigi Dallapiccolla (1904-1975) :
Piccola Musica Notturna
für Flöte, Oboe, Klarinette, Harfe, Celesta, Violine, Viola, Violoncello (1954) 7′

Luciano Berio (1925-2003): Air aus „Opera“ (Alessandro Striggio)
für Sopran, Klavier, Violine, Viola und Violoncello (1969/70) 7′

Anno Schreier (*1979): Fuoco e lagrime – Dieci Canti su testi di
Marcel Beyer e Michelangelo Buonarroti (2011/2016) 20′
Uraufführung der Fassung für Sopran und Kammerensemble

– Pause –

Giacomo Puccini (1858-1924): Crisantemi für Streichquartett (1890) 7′

Nicholas Maw (1935-2009) : La Vita Nuova (auf Texte italienischer Renaissancedichter)
für Sopran und Kammerensemble (1979) 25′, Deutsche Erstaufführung

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Kennst du das Land, wo die Zitronen blühn,
Im dunklen Laub die Goldorangen glühn,
Ein sanfter Wind vom blauen Himmel weht,
Die Myrte still und hoch der Lorbeer steht,
Kennst du es wohl?
Dahin! Dahin
Möcht ich mit dir, o mein Geliebter, ziehn!
(J. W. Goethe: Lied der Mignon)

Italien, das bedeutet unermessliche Kulturschätze, mildes Klima, Meer und ist spätestens seit Goethes „Italienischer Reise“ für die Deutschen Inbegriff der Sehnsucht nach Veränderung und Inspiration. Ebendort wurde die Oper erfunden und jeder Italienreisende kann und will sich dem einzigartigen Charme dieses Landes nicht entziehen.

Grund genug dieser Sehnsucht musikalisch nachzugehen. Drei der fünf ausgewählten Werke in unserer La Notte Italiana stammen von italienischen Komponisten. Als „Klassiker“ ist Giacomo Puccini mit seinem Kleinod Crisantemi für Streichquartett vertreten. Luigi Dallapiccollas Piccola Musica Notturna macht ohrenfällig, dass kunstvolle Musik auch sehr sinnlich sein kann, ebenso Luciano Berios raffinierte Aria, die wie so oft bei diesem Komponisten auf einen englischen Text vertont wurde.

Als der junge deutsche Komponist Anno Schreier 2010 einen einjährigen Aufenthalt in der Villa Massimo in Rom als Stipendium erhielt, lernte er dort den Dichter Marcel Beyer kennen, mit dem er den Liederzyklus Fuco e lagrime (Feuer und Tränen) für Sopran und Klavier konzipierte, der Beyers und Michelangelos Gedichte sehr kunstvoll kombiniert. Für das heutige Konzert hat der in Karlsruhe lebende Komponist nun eine Ensemblefassung erstellt, die nun ihre Uraufführung erfährt.

Abschluss und Höhepunkt des Konzerts ist der fünfteilige Liederzyklus La Vita Nuova (im Titel bezugnehmend auf einen Titel Dante Alighieris) des englischen Komponisten Nicholas Maw auf Texte italienischer Renaissancedichter. Dieser in Deutschland viel zu wenig beachtete Komponist hat mit diesem Zyklus eine Klangwelt geschaffen, der die italienische Sehnsucht und Schönheit einzigartig einfängt. Die Holst-Sinfonietta wagt die längst überfällige Deutsche Erstaufführung dieses Zyklus.
Die Holst-Sinfonietta freut sich mit der jungen Sopranistin Lena Kiepenheuer aus Zürich eine versierte Interpretin für die Vokalwerke des Abends gewonnen zu haben.

Lena Kiepenheuer, Sopran
Die Sopranistin Lena Kiepenheuer aus Zürich hegt eine rege und vielseitige Konzerttätigkeit in der Schweiz und dem umliegenden Ausland. Ebenso wie dem klassischen Konzertrepertoire, widmet sie sich Zeitgenössischen Werken und neuem Musiktheater. Zu ihrem Repertoire zählen u.a. die Grosse Messe c-Mollvon Mozart, Bachs Passionen, Haydns Schöpfung, Schönbergs Pierrot Lunaire und Berios Sequenza III.

Sie gastierte bereits mehrfach an renommierten Schweizer Festivals, u.a. an der Musikfestwoche Braunwald 2015, am Origen Festival cultural 2015/2012 und am Davosfestival 2013 – young artists in concert. 2014 war sie an der Biennale für Neues Musiktheater am Konzert Theater Bern zu hören.
Sie ist Mitglied des larynx Vokalensemble und des origen Ensemble.

Lena Kiepenheuer absolvierte ihre Ausbildung an der Musikhochschule Basel bei Hans Peter Blochwitz und Marcel Boone. Nach dem Masterstudium ergänzte sie ihre Studien in Amsterdam und Paris bei Valérie Guillorit. Weitere wichtige Impulse erhielt sie durch die Arbeit mit Eva Nievergelt, Margreet Honig, Barbara Hannigan, Donatienne Michel-Dansac, Frank Hilbrich und Regina Heer. Seit 2015 singt sie im Trio LandSCaping. Neben ihrer Konzerttätigkeit arbeitet sie in Zürich als Gesangspädagogin.

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Für Flüchtlinge (mit Nachweis) Eintritt frei

Mit

Lena Kiepenheuer: Sopran
Klaus Simon: Musikalische Leitung

1 (auch Picc.), 1 (auch EH), 1 , 1; 1-0-0-0; Hrf., Klav. (auch Cel.), 1-1-1-1-0 (11 Musiker)


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